Es ist das Ende einer Ära: Der Anbieter AOL stellt seinen Dienst, über den man sich seit 1990 per Modem ins Internet einwählen konnte, endgültig zum zum 30. September 2025 ein.
Knappe Meldung über die Einstellung
Das Ganze geht aus einer kurzen Meldung Dial-up Internet to be discontinued hervor. Es heißt, AOL hat beschlossen, den Dial-up-Internetzugang einzustellen. Dieser Dienst wird in den AOL-Tarifen nicht mehr verfügbar sein. Infolgedessen werden dieser Dienst und die zugehörige Software, die AOL Dialer-Software und der AOL Shield-Browser, die für ältere Betriebssysteme und Dial-up-Internetverbindungen optimiert sind, am 30. September 2025 eingestellt.
Ich denke, in Deutschland und Europa hat das keine praktischen Auswirkungen mehr – möglicherweise gibt es in den USA und Kanada noch einige Leute, die sich per Modem ins Internet einwählen.
AOL Erfolgsgeschichte und Niedergang
Das Unternehmen wurde 1985 in Dulles, Virginia von Jim Kimsey als Quantum Computer Services aus den Überresten der 1983 gegründeten Control Video Corporation (CVC) gegründet, die einen Onlinedienst für den Atari 2600 anbot.
Kurz vor dem Start des World Wide Web – um 1990 – also konkurrierten mehrere amerikanische Online-Anbieter um den Zugang zu Online-Dienste. Der größte Anbieter war der Online-Pionier CompuServe. CompuServe habe ich seit 1993 selbst für den Online-Zugang genutzt – und konnte zeitnah auch über den Anbieter auf das World Wide Web – heute als Internet bezeichnet – zugreifen. Ich hatte meine CompuServe E-Mail-Adresse und sogar eine CompuServe-Homepage.
Und dann kam AOL (America Online) auf die Bildfläche. Die Wikipedia schreibt, dass AOL, im Unterschied zum in die Jahre gekommenen CompuServe mit seiner kargen Benutzeroberfläche, auf eine neue Generation von Nutzern zuging. AOL habe eine ansprechende farbenfrohe Software für den Zugang zu seinem Netz bereitgestellt. 1991 erschien der AOL-Onlinedienst erst für MS-DOS und ein Jahr später für Windows. 1996 wurde das Bezahlmodell von AOL von Stundengebühren auf eine monatliche Flatrate umgestellt.
Erinnerungsmäßig hatte ich so ab 1994 auch einen AOL-Zugang, bei dem eine bestimmte Stundenzahl gesponsort wurde, so dass die Einwahl frei war. Ich habe dann bei Online-Sitzungen die Einwahl per Modem immer zwischen CompuServe und AOL aufgeteilt, um die Freivolumen bestmöglich zu nutzen. Später kamen dann die Dialer hinzu, bei denen man mit wechselnden Minutenpreisen günstiger als bei AOL auskam.

So 1999 gab es mit Boris Becker die AOL-Kampagne “bin ich schon drin”, in der der einfache AOL-Zugang beworben wurde. Der Dienst AOL startete damals regelrecht durch – der Niedergang kam, als die Zugänge über Dialer und dann per DSL mit Flatrate bereitgestellt wurden.
AOL und die CDs der 90er Jahre
So Leute, die etwas älter sind, erinnern sich noch an die Zeiten, als alle Welt mit Gratis AOL-CDs, die die Einwahlsoftware für das Internet enthielten, überschwemmt war. Jede Computerzeitschrift kam mit solchen CDs daher.

In den USA wurde dann 2021 die Aktion “No More AOL CDs” ins Leben gerufen, um die Verteilung der AOL-Einwahl-CDs zu stoppen. Gab also damals ziemliche “Umwelt-Schweine” – mangels CDs ist das heute Geschichte. Aber heute gibt es andere Sündenfälle in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
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