Microsoft zur Windows Update-Strategie in KI-ZeitenBorns IT- und Windows-Blog

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz verändert die IT-Landschaft gravierend. Microsoft hat sich daher einige Gedanken im Hinblick auf die Frage, wie sich dies auf den Zeitraum zum Einspielen von Sicherheitsupdates auswirkt, gemacht. In einem Beitrag will Redmond IT-Supportern Hinweise, wie sich das alles auf das Thema Updates auswirkt, in Form von Update-Strategien an die Hand geben.

KI-gestützte Softwareanalyse zur Entdeckung von Schwachstellen legt oft hunderte an Sicherheitslücken offen. Bei Google Chrome werden pro Update mehrere Hundert Schwachstellen beseitigt (was dann auch den Edge-Browser trifft), und auch beim Microsoft Patchday am zweiten Dienstag eines Monats heißt es schon mal 180 CVEs geschlossen, davon 10 kritisch. Da auch Angreifer sehr genau auf diese Updates schauen und selbst KI zum Finden von Schwachstellen verwenden, trägt der alte Ansatz “ich warte mal einen Monat ab, bis ich patche” eventuell nicht mehr.

Microsoft zu Update-Installationszyklen in KI-Zeiten

Genau in diesem Kontext hat Microsoft zum 8. Juli 2026 den Techcommunity-Beitrag Deploy Windows updates to counter AI-discovered threats für IT-Mitarbeiter in Unternehmen veröffentlicht (via). Angesichts der Geschwindigkeit, mit der KI mittlerweile Schwachstellen aufspüren und ausnutzen kann, müssen auch die Abwehrmaßnahmen angepasst werden, lautet die Botschaft.

Windows Update-Strategie
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Für Geräte mit Windows, bei denen die Bereitstellungsfristen zur Installation von Updates verkürzt werden können, erläutert Microsoft 365 Director Jeremy Chapman wie Kunden die Patch-Installation beschleunigen können.

  • Zunächst sollten die IT-Verantwortlichen mithilfe des neuen Autopatch-Berichts in Microsoft Intune das Risiko durch nicht gepatchte Geräte ermitteln (was sinnvoll klingt).
  • Anschließend sollten die Kriterien, wie schnell Sicherheitsupdates installiert werden, angepasst werden (Microsoft bezeichnet dies als “Verschärfung der Aufschubrichtlinien für die Geräte, bei denen dies sinnvoll ist).
  • Weiterhin könnten Administratoren die Hotpatch-Funktion in Windows aktivieren, so dass die Sicherheitsupdates ohne Neustart installiert werden können (bei Servern sinvoll).

Windows Autopatch automatisiert zudem die Update-Bereitstellungen mithilfe von Ringen, um Updates schrittweise auf die von definierten Gerätegruppen anzuwenden, argumentiert Microsoft. Das schließt Updates für Windows, Microsoft 365-Apps und den Edge-Browser ein. Und um interne Ressourcen zu schützen, können Administratoren mithilfe von “Conditional Access” Zugriffskontrollen durchsetzen. Dies ermöglicht Administratoren nicht konforme Geräte bei der Update-Verteilung zu blockieren.

Ich hätte Fragen …

Jeremy Chapman gibt im Beitrag einige Hinweise und erläutert in einem YouTube-Video die Vorstellungen Microsofts. In der Theorie klingen die Vorschläge alle gut, aber die  Krux liegt in der Einstufung der Geräte, der Implementierung der Update-Zyklen etc., die letztendlich vom IT-Personal getroffen werden muss.

Beim Schreiben des Beitrags habe ich mich spontan gefragt, wie viele Systeme wirklich gefährdet sind, weil ein Update auf einem Server erst “Tage später” wegen des anstehenden Neustarts installiert werden kann?

Das größte Problem, was ich sehe, ist bei Microsoft doch seit Jahren die sich immer wieder stellende Frage: “Was geht beim aktuellen Update wieder kaputt und was funktioniert noch”? Die IT muss halbwegs sicher sein, dass eine Update-Verteilung nicht die halbe IT der Firma lahm legt, weil Microsoft zwischen AI-Entwicklung, Featuritis-Wahn und Aktualisierungszyklen seiner Software die Updates nicht mehr in den Griff bekommt. Ein Known Issues Rollback (KIR) ist schön und gut, kommt aber oft viel zu spät, “wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist”. Wie seht ihr diesen gesamten Themenkomplex, bzw. wie geht ihr damit um?

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