Werbung – Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen starker Cybersecurity und Benutzeraufwand zu finden. Eine einfache, und wirkungsvolle Methode ist die regelmäßige Durchführung von Passwort-Audits. Was es dazu zu wissen gibt, ist in diesem Specops-Beitrag beschrieben.
Dieser Beitrag wurde unter Sicherheit abgelegt und mit Sicherheit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros. Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion. Kommentare, die gegen die Regeln verstoßen, werden rigoros gelöscht.
Du findest den Blog gut, hast aber Werbung geblockt? Du kannst diesen Blog auch durch eine Spende unterstützen.
Werbung – Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen starker Cybersecurity und Benutzeraufwand zu finden. Eine einfache, und wirkungsvolle Methode ist die regelmäßige Durchführung von Passwort-Audits. Was es dazu zu wissen gibt, ist in diesem Specops-Beitrag beschrieben. Dieser Beitrag wurde unter Sicherheit abgelegt und mit Sicherheit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum
Im Dezember 2025 wurde das kumulative Sicherheitsupdate KB5072033 für Windows 11 24H2 – 25H2 sowie für Windows Server 2025 veröffentlicht. Dieses Update verändert auch den Starttyp des AppX Deployment Service auf automatisch. Ich hatte bereits zu Windows Server 2025 darüber berichtet. Nun gibt es Berichte, dass es auf Windows 11 25H2-Clients zu Problemen kommen kann.
Rückblick auf das AppX Deployment Service-Thema
Zum 9. Dezember 2025 wurde das kumulative Sicherheitsupdate KB5072033 für Windows 11 24H2 – 25H2 sowie für Windows Server 2025 freigegeben (siehe Patchday: Windows 10/11 Updates (9. Dezember 2025) und Links am Artikelende). Soweit, so normal, wenn es nicht Probleme geben würde.
Starttyp für Dienst verändert
Blog-Leser Thomas J. hatte mich zum 13. Dezember 2025 per Mail kontaktiert und auf eine merkwürdige Beobachtung hingewiesen. Der Leser schrieb, dass das kumulative Sicherheitsupdate KB5072033 vom Dezember 2025 Patchday für Windows Server 2025 (Version 24H2) den Dienst AppX Deployment Service (AppXSVC) auf den Starttyp Automatisch setzt.
Der Leser merkte an: “Da dieser Dienst nach absolvierter Aufgabe sich selbständig stoppt (ein normales Verhalten), interpretiert das “System” dies als Absturz und startet ihn sofort neu.”
Keine direkten Auswirkungen bei Windows Server 2025
Laut Leser hat das obige Verhalten keine direkten Auswirkungen auf seinen Windows Server 2025. Was nervt, ist bei ihm, dass Zabbix als Monitoring-System in seiner Umgebung seit der Installation des Dezember 2025-Update diese ständigen, und unnötigen Start-Stopp-Zyklen als permanenten Dienstausfall meldet. Im Zabbix-Forum gibt es diesen Eintrag dazu.
Der Leser hatte bei seiner Recherche herausgefunden, dass der Dienst AppXSVC nicht permanent laufen muss. Der korrekte und ressourcenschonende Starttyp für diesen Dienst war bisher daher auch Manuell. Ich hatte den Sachverhalt zum 15. Dezember 2025 im Blog-Beitrag Windows Server 2025: KB5072033 setzt AppX Deployment Service-Starttyp auf “Automatisch” aufgegriffen und dort auch skizziert, wie sich der Starttyp per Registry-Eintrag zurückstellen kann.
Ärger bei Windows 11 25H2?
Aber die “Geschichte” geht noch weiter, da diese Änderung Probleme bei Windows 11 25H2 bereiten kann, speziell, wenn die Hardware etwas schwachbrüstiger ist.
Hintergrund des AppXSVC-Diensts
Der Dienst AppXSVC bietet Infrastrukturunterstützung für die Bereitstellung von Store-Anwendungen. Wenn der Dienst deaktiviert ist, werden Store-Anwendungen nicht auf dem System bereitgestellt und funktionieren möglicherweise nicht ordnungsgemäß.
Autostart für den Dienst AppXSVC
Da Microsoft an den Store-Apps und dem Store herum schraubt und auch App-Updates teilweise anderes verteilen will (siehe diesen Windows Central-Artikel von November 2025) wurde der Starttyp mit dem kumulativen Sicherheitsupdate KB5072033 vom 9. Dezember 2025 auch für Windows 11 24H2 – 25H2 auf “Automatisch” gesetzt.
Blog-Leser haben dies in den Kommentaren hier mehrfach angemerkt. Microsoft hat das Ganze zum 15. Oktober 2025 im Supportbeitrag nachgetragen (danke an den Leser für diesen Kommentar dazu).
[System Components] The AppX Deployment Service (Appxsvc) has moved to Automatic startup type to improve reliability in some isolated scenarios.
Microsoft will mit dieser Änderung die Zuverlässigkeit in bestimmten, nicht näher bezeichnen Szenarien verbessern. Wenn der Dienst also deaktiviert wird, sei die Stabilität ggf. nicht mehr gegeben, habe ich gelesen. Mir ist z.B. der Beitrag Windows 11 24H2 Slow AppX deployment after login von Oktober 2025 untergekommen, der ein Problem benennt.
AppX-Probleme unter Windows 11-Clients dürften dann auch der Grund sein, warum der Starttyp des Diensts auch auf Windows Server 2025 auf automatisch geändert wurde (dort wird ja das gleiche Update ausgerollt).
Es kann Leistungsprobleme geben
Sucht man im Internet nach “Appxsvc service” trifft man auf einige Einträge (z.B. diesen aus 2023 oder diesen aus 2022) aus den vergangenen Jahren, die hohen RAM-Verbrauch oder Leistungseinschränkungen reklamieren, wenn der Dienst AppX Deployment Service (Appxsvc) ausgeführt wird. Dies gilt wohl insbesondere, wenn es sich um Windows 11-Systeme mit wenig RAM handelt.
Nun erzwingt Microsoft also die automatische Ausführung eines Diensts, der bisher nur auf Anforderung gestartet wurde, unter Windows 11 24H2-25H2, sobald das Update KB5072033 vom 9. Dezember 2025 oder ein späteres Update installiert ist. Neowin.net hat bereits am 16. Dezember 2025 in diesem Artikel auf das Problem hingewiesen. Als ich den Beitrag hier auf Vorrat geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass weitere Seiten das Thema aufgreifen. Daher die Frage an die Windows 11 25H2-Nutzer: Lässt sich aktuell feststellen, dass die Maschinen mit dem Update KB5072033 vom 9. Dezember 2025 langsamer geworden sind?
Ähnliche Artikel: Microsoft Security Update Summary (9. Dezember 2025) Patchday: Windows 10/11 Updates (9. Dezember 2025) Patchday: Windows Server-Updates (9. Dezember 202
Im Dezember 2025 wurde das kumulative Sicherheitsupdate KB5072033 für Windows 11 24H2 – 25H2 sowie für Windows Server 2025 veröffentlicht. Dieses Update verändert auch den Starttyp des AppX Deployment Service auf automatisch. Ich hatte bereits zu Windows Server 2025 darüber berichtet. Nun gibt es Berichte, dass es auf Windows 11 25H2-Clients zu Problemen kommen kann. Rückblick auf das AppX Deployment
Firewall-Anbieter WatchGuard schlägt Alarm, da kritische Firebox-Sicherheitslücke CVE-2025-32978 (CVSS Score 9.3) aktiv ausgenutzt wird. Dazu muss man wissen, dass die Sicherheitslücke seit dem 24. Juni 2025 bekannt ist. Es betrifft die Quest KACE Systems Management Appliance (SMA), für die aber Updates bereitstehen.
Laut CVE-2025-32978 sind Quest KACE Systems Management Appliance (SMA) 13.0.x vor 13.0.385, 13.1.x vor 13.1.81, 13.2.x vor 13.2.183, 14.0.x vor 14.0.341 (Patch 5) und 14.1.x vor 14.1.101 (Patch 4) betroffen. Die alten Firmware-Versionen ermöglichen es nicht authentifizierten Benutzern, Systemlizenzen über eine für die Lizenzverlängerung vorgesehene Webschnittstelle zu ersetzen.
Angreifer können dies ausnutzen, um gültige Lizenzen durch abgelaufene oder Testlizenzen zu ersetzen und so einen Denial-of-Service-Angriff zu verursachen. Zum 18. Dezember 2025 hat WatchGuard diesen Sicherheitshinweis veröffentlicht und zum 19.12. aktualisiert. Dort wird aufgezeigt, wie ein erfolgreicher Angriff erkannt werden kann und welche Firmware-Versionen die Schwachstelle schließen. (via)
Dieser Beitrag wurde unter Sicherheit, Software abgelegt und mit Firewall, Sicherheit, Software verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros. Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion. Kommentare, die gegen die Regeln verstoßen, werden rigoros gelöscht.
Du findest den Blog gut, hast aber Werbung geblockt? Du kannst diesen Blog auch durch eine Spende unterstützen.
Firewall-Anbieter WatchGuard schlägt Alarm, da kritische Firebox-Sicherheitslücke CVE-2025-32978 (CVSS Score 9.3) aktiv ausgenutzt wird. Dazu muss man wissen, dass die Sicherheitslücke seit dem 24. Juni 2025 bekannt ist. Es betrifft die Quest KACE Systems Management Appliance (SMA), für die aber Updates bereitstehen. Laut CVE-2025-32978 sind Quest KACE Systems Management Appliance (SMA) 13.0.x vor 13.0.385, 13.1.x vor 13.1.81, 13.2.x vor 13.2.183, 14.0.x vor
Berikut beberapa slot terbaru yang menjadi sorotan di tahun 2025:
🎮 Treasure of the Phoenix — Pragmatic Play • Fitur: expanding reels, multipliers, free spins yang dinamis • RTP sekitar 96.8%
🎮 Neon Cyber Reels — NetEnt • Tema futuristik, cluster pays, bonus buy • Visual dan mekanik modern
🎮 Ancient Gods of Fortune — Microgaming • Megaways, free spins tak terbatas, mystery symbols • Potensi kemenangan besar
🎮 Space Odyssey Wilds — Play’n GO • Expanding wilds & cascading reels dengan fitur interaktif
🎮 Big Bass Bonanza 1000 — Pragmatic Play • Versi update dari seri populer dengan banyak scatter & multipliers
🎮 Vikings Go To Olympus — Yggdrasil Gaming • Sticky wilds & multipliers, tema mitologi Norse
🎮 Lucky Jaguar 2 — TaDa Gaming • Multipliers besar, free spins, volatilitas menarik
🎮 Eternal Dawn — Slotmill • Wild Drop, super free spins, mode Fast Track
🎮 Highway To Hell — Nolimit City • Fitur xWays, xSplit, dan hell spins untuk gameplay agresif
🎮 Gods of Troy Megaways — Red Tiger Gaming • Banyak cara menang, wilds, free spins
🎮 Reign of Rome — Hacksaw Gaming • Bonus buy, freespins, multipliers menarik
📊 Game Slot Populer yang Masih Trending di 2025
Selain game baru di atas, berikut beberapa slot online yang tetap populer dan dimainkan banyak orang:
🎯 Gates of Olympus (Pragmatic Play) — Tema mitologi Yunani, multiplier besar 🎯 Sweet Bonanza 1000 (Pragmatic Play) — Fitur tumble & bonus freespin seru 🎯 Starburst (NetEnt) — Klasik yang tetap ramai dimainkan 🎯 Mega Moolah Goddess Reborn (Microgaming) — Progressive jackpot besar 🎯 Money Train 4 (Relax Gaming) — Fitur respin kuat dan bonus besar
💡 Tips Memilih Game Slot
📌 RTP (Return to Player) RTP memberi gambaran teoretis seberapa banyak game membayar kembali dalam jangka panjang — makin tinggi berarti secara statistik bisa memberi kembali lebih banyak (tetapi tidak menjamin menang).
📌 Volatilitas
Rendah → kemenangan kecil lebih sering
Tinggi → kemenangan besar jarang
📌 Fitur bonus seperti free spins, multiplier, cascading reels, buy bonus sering kali memberi pengalaman spin lebih seru. Agen234
🎰 Game Slot Online Terbaru 2025 🔥 Rilis Baru dan Tren 2025 Berikut beberapa slot terbaru yang menjadi sorotan di tahun 2025: 🎮 Treasure of the Phoenix — Pragmatic Play• Fitur: expanding reels, multipliers, free spins yang dinamis• RTP sekitar 96.8% 🎮 Neon Cyber Reels — NetEnt• Tema futuristik, cluster pays, bonus buy• Visual dan mekanik modern 🎮 Ancient Gods
Hat jemand auf Cisco AsyncOS basierende Secure Email-Lösungen im Einsatz? Cisco hat Erkenntnisse, dass die 0-day CVE-2025-20393 (CVSS 3.x von 10.0) aktiv angegriffen wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Warnung (TLP CLEAR, Warnstufe Gelb) veröffentlicht. Es gibt m.W. noch keinen Patch.
Am 17. Dezember 2025 veröffentlichte Cisco einen Sicherheitshinweis [CIS25a] Reports About Cyberattacks Against Cisco Secure Email Gateway And Cisco Secure Email and Web Manager zu seinen auf AsyncOS basierenden Lösungen Cisco Secure Email Gateway und Cisco Secure Email and Web Manager, ehemals bekannt unter dem Namen Cisco Content Security Management Appliance (SMA).
Am 10. Dezember 2025 wurde Cisco auf eine neue Cyberangriffskampagne aufmerksam , die sich gegen eine begrenzte Anzahl von Geräten richtete, bei denen bestimmte Ports zum Internet offen waren und auf denen die Cisco AsyncOS-Software für Cisco Secure Email Gateway und Cisco Secure Email and Web Manager lief. Dieser Angriff ermöglicht es den Angreifern, beliebige Befehle mit Root-Rechten auf dem zugrunde liegenden Betriebssystem eines betroffenen Geräts auszuführen.
Die laufenden Ermittlungen haben Hinweise auf einen von den Angreifern eingesetzten Persistenzmechanismus ergeben, mit dem die Angreifer eine gewisse Kontrolle über die kompromittierten Geräte aufrechterhalten können, heißt es bei Cisco.
Laut BSI-Mitteilung beobachtet Cisco Cyber-Angriffe auf diese Produkte, die mindestens seit November 2025 nachgewiesen werden konnten. Ausschlaggebend für die Vorfälle sei dabei die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2025-20393, die es einem Remote-Angreifer ermöglicht, beliebige Befehle mit Root-Rechten auf dem verwundbaren System auszuführen. Und das wird ausgenutzt, auf Cisco AsyncOS basierende Secure Email-Lösungen werden aktiv angegriffen – einen Patch gibt es derzeit nicht.
Damit Systeme kompromittiert werden können, muss das Spam Quarantine-Feature des Cisco-Produkts einerseits aktiviert und andererseits aus dem Internet erreichbar sein. Dies entspricht laut BSI jedoch nicht der Standard-Konfiguration.
Im Rahmen der beobachteten Attacken wurde festgestellt, dass die Akteure die Sicherheitslücke nutzen, um persistenten Zugriff auf ihren Angriffszielen zu erlangen. In den identifizierten Vorfällen kamen anschließend verschiedene Schadprogramme zum Einsatz. Zum aktuellen Zeitpunkt geht das Cisco TI-Team Talos davon aus, dass die chinesische APT-Gruppe UAT-9686 Urheber der beobachteten Angriffe ist. Weitere Details zu den beobachteten Tools finden sich im Blogbeitrag Cisco Talos – UAT-9686 actively targets Cisco Secure Email Gateway and Secure Email and Web Manager von Cisco Talos.
Hat jemand auf Cisco AsyncOS basierende Secure Email-Lösungen im Einsatz? Cisco hat Erkenntnisse, dass die 0-day CVE-2025-20393 (CVSS 3.x von 10.0) aktiv angegriffen wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Warnung (TLP CLEAR, Warnstufe Gelb) veröffentlicht. Es gibt m.W. noch keinen Patch. Am 17. Dezember 2025 veröffentlichte Cisco einen Sicherheitshinweis [CIS25a] Reports About Cyberattacks Against Cisco
Der Dutreil-Pakt in Frankreich: Steueroptimierte Unternehmensnachfolge (2025/2026)
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Der Dutreil-Pakt (auf französisch: „Pacte Dutreil„) ist ein französisches Steuergesetz, das die Übertragung von Unternehmen erheblich erleichtert. Wenn Sie als deutscher Unternehmer eine Firma in Frankreich besitzen und diese an Ihre Kinder oder andere Familienangehörige weitergeben möchten, können Sie von dieser Regelung profitieren.
Die wichtigsten Fakten:
Steuerer-Ermäßigung: 75% Befreiung von Schenkungs- oder Erbschaftsteuer auf den Unternehmenswert
Kosten für den französischen Staat: 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 (laut Cour des comptes)
Einfache Umsetzung: Kann durch privatschriftliche Vereinbarung erfolgen, Notar nicht zwingend erforderlich
Aktuelle Lage: Dieses Steuerinstrument steht unter politischem Druck und könnte reformiert werden
Was ist der Dutreil-Pakt? Grundlagen für deutsche Unternehmer
Definition und Zielsetzung
Der Dutreil-Pakt wurde im Jahr 2003 in Frankreich eingeführt, um Familienunternehmen die Nachfolge zu erleichtern. Das zentrale Problem, das der französische Gesetzgeber lösen wollte: Erben mussten oft hohe Erbschaftsteuern zahlen, was sie zwang, das Familienunternehmen zu verkaufen oder sich hoch zu verschulden.
Die Lösung: Wenn die Familie sich verpflichtet, das Unternehmen langfristig zu halten und die Geschäftsführung fortzusetzen, gewährt der Staat eine massive Steuererleichterung.
Für deutsche Unternehmer wichtig zu wissen: Das französische System (Art. 787 B frz. Steuergesetzbuch) unterscheidet sich grundlegend vom deutschen Erbschaftsteuerrecht. In Deutschland gibt es die Betriebsvermögensverschonung (§§ 13a ff. ErbStG), die ähnliche Ziele verfolgt, aber andere Voraussetzungen hat. Der Dutreil-Pakt ist in vielen Punkten großzügiger, verlangt aber eine präzise Einhaltung der französischen Regeln.
Vergleich: Dutreil-Pakt (FR) vs. Betriebsvermögensverschonung (DE)
Frankreich (Dutreil-Pakt)
Deutschland (§ 13a ErbStG)
Steuerbefreiung
75% des Unternehmenswerts
85% oder 100% je nach Option
Bindungsfrist gesamt
6 Jahre (2+4)
5 oder 7 Jahre
Lohnsummenregelung
Keine
Ja, bei größeren Betrieben
Verwaltungsvermögen
Strikte Ausschlüsse
Höchstens 10% bzw. 20%
Geschäftsführung
Pflicht für 5 Jahre
Nicht explizit gefordert
Formalitäten
Engagement collectif erforderlich
Nur Steuererklärung
Wie hoch ist die Steuerersparnis wirklich?
Der Dutreil-Pakt bietet eine Reduzierung von 75% des Unternehmenswerts auf die anfallende Schenkungs- oder Erbschaftsteuer. Das bedeutet: Nur 25% des Wertes werden besteuert.
Rechenbeispiel:
Ein deutscher Unternehmer besitzt eine GmbH in Frankreich (SARL) im Wert von 2.500.000 Euro, die er an seinen Sohn übertragen möchte.
Ohne Dutreil-Pakt
Mit Dutreil-Pakt
Unternehmenswert
2.500.000 €
2.500.000 €
Dutreil-Befreiung (75%)
0 €
-1.875.000 €
Steuerpflichtige Basis
2.500.000 €
625.000 €
Freibetrag Eltern-Kind (100.000 €)
-100.000 €
-100.000 €
Zu versteuernder Betrag
2.400.000 €
525.000 €
Schenkungsteuer (Satz gem. Art. des frz. 777 CGI)
842.394 €
103.194 €
Ersparnis durch Dutreil
—
739.200 €
Die Steuerersparnis beträgt in diesem Fall mehr als 730.000 Euro – eine erhebliche Summe, die die Nachfolge überhaupt erst finanzierbar macht.
Zusätzlicher Bonus: Wenn die Schenkung vor dem 70. Lebensjahr des Übergebers erfolgt und in vollem Eigentum (nicht nur Nießbrauch), gibt es weitere 50% Ermäßigung auf die verbleibenden Steuern.
Welche Unternehmen sind berechtigt? Die Voraussetzungen im Detail
Operative Tätigkeit: Wann liegt sie vor?
Der Dutreil-Pakt gilt nur für Unternehmen mit einer operativen Haupttätigkeit. Das französische Gesetz spricht von:
Industrieller Tätigkeit (industrie)
Handel (commerce)
Handwerklicher Tätigkeit (artisanat)
Landwirtschaftlicher Tätigkeit (agriculture)
Freiberuflicher Tätigkeit (activité libérale)
Ausgeschlossen sind Vermögensverwaltungsgesellschaften, die hauptsächlich ihr eigenes Immobilien- oder Finanzportfolio verwalten (wie typische französische SCI – Société Civile Immobilière).
Für deutsche Unternehmer: Wenn Ihre französische Tochtergesellschaft produziert, Handel treibt, Dienstleistungen erbringt oder eine andere operative Tätigkeit ausübt, erfüllt sie diese Voraussetzung in der Regel. Kritisch wird es bei reinen Beteiligungsholdings oder Immobiliengesellschaften.
Der Sonderfall: Die animierende Holding (holding animatrice)
Hier wird es für deutsche Unternehmer besonders relevant: Viele deutsch-französische Strukturen sind über eine französische Holding organisiert. Die gute Nachricht: Auch Holdings können vom Dutreil-Pakt profitieren, wenn sie eine „holding animatrice“ (animierende oder operative Holding) darstellen.
Was ist eine „holding animatrice“?
Eine animierende Holding ist keine passive Beteiligungsgesellschaft, sondern beinhaltet:
Strategische Führung: Sie definiert die Politik des Konzerns und kontrolliert aktiv ihre Tochtergesellschaften
Operative Dienste: Sie erbringt interne Dienstleistungen für den Konzern (z.B. Finanzmanagement, Personalabteilung, IT, Rechtsberatung, Verwaltung)
Hauptaktivität: Die Animation ist die Hauptaktivität des Konzerns, nicht nur Portfoliomanagement
Vorsicht: Die französische Steuerverwaltung prüft diese Voraussetzung sehr genau. Es reicht nicht, sich als „animatrice“ zu bezeichnen. Sie müssen es nachweisen durch:
Protokolle von Strategie-Sitzungen
Dienstleistungsverträge zwischen Holding und Tochtergesellschaften
Rechnungen für erbrachte Dienstleistungen
Organigramme mit Berichtswegen
Nachweis von eigenem Personal bei der Holding
Praxis-Tipp für deutsche Unternehmer: Wenn Sie eine französische Holding haben, die nur eine oder zwei operative Gesellschaften hält, sollten Sie frühzeitig dokumentieren, dass die Holding aktiv steuert und Dienstleistungen erbringt. Diese Dokumentation ist entscheidend für die spätere Anerkennung des Dutreil-Pakts.
Die zwei Phasen: Das Engagement collectif und das Engagement individuel
Der Dutreil-Pakt funktioniert in zwei aufeinanderfolgenden Schritten, die zusammen mindestens 6 Jahre dauern:
Phase 1: Das Engagement collectif – eine gemeinschaftliche Halteverplfichtung von 2 Jahren
Was ist das?
Mindestens zwei Gesellschafter (oder ein Alleingesellschafter bei einer EURL/SASU) verpflichten sich schriftlich, ihre Geschäftsanteile für mindestens 2 Jahre nicht zu verkaufen. Diese Vereinbarung muss vor der Schenkung oder dem Erbfall abgeschlossen werden.
Mindestbeteiligung:
Bei nicht börsennotierten Gesellschaften: mindestens 17% der Kapitalrechte und 34% der Stimmrechte
Bei börsennotierten Gesellschaften: 10% der Kapitalrechte und 20% der Stimmrechte
Wichtig für deutsche Unternehmer: Diese Vereinbarung kann als privatschriftlicher Vertrag (acte sous seing privé) erstellt werden. Ein Notar ist nicht zwingend erforderlich, aber die Vereinbarung muss bei der französischen Steuerverwaltung registriert werden, um rechtsgültig zu sein.
Was passiert während dieser 2 Jahre?
Die unterzeichnenden Gesellschafter halten ihre Anteile
Einer der Gesellschafter (oft der Übergeber) muss eine Geschäftsführungsfunktion ausüben
Das Unternehmen muss seine operative Tätigkeit fortsetzen
Am Ende dieser 2 Jahre erfolgt die Schenkung oder der Erbfall tritt ein
Eine Abtretung während der Laufzeit der Verpflichtung ist möglich, jedoch muss sich der Begünstigte in diesem Fall verpflichten, die Verpflichtung bis zu ihrem Ablauf fortzuführen
Phase 2: Das Engagement individuel – eine Einzel-Halteverpflichtung von 4 Jahren
Was ist das?
Nach der Übertragung (Schenkung oder Erbschaft) verpflichten sich die Empfänger (Beschenkte oder Erben), die erhaltenen Anteile weitere 4 Jahre lang zu halten.
Zusätzliche Bedingung: Mindestens einer der Empfänger oder einer der ursprünglichen Unterzeichner des engagement collectif muss während dieser 4 Jahre eine Geschäftsführungsfunktion im Unternehmen ausüben.
Was bedeutet „Geschäftsführungsfunktion“?
In Frankreich bedeutet das typischerweise:
Gérant (Geschäftsführer) in einer SARL
Président, Directeur Général in einer SAS/SA
Oder eine andere tatsächliche Führungsposition
Wichtig: Es reicht nicht, nur im Aufsichtsrat zu sitzen oder eine passive Rolle zu haben. Die Funktion muss tatsächlich und effektiv ausgeübt werden.
Für deutsche Unternehmer: Wenn Sie selbst die Geschäftsführung nicht übernehmen können oder wollen, sollte Ihr Nachfolger (z.B. Ihr Sohn oder Ihre Tochter) diese Funktion während der vollen 6 Jahre übernehmen.
Praktische Umsetzung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Prüfen Sie die Voraussetzungen
Bevor Sie den Dutreil-Pakt in Angriff nehmen, klären Sie:
Ist Ihr Unternehmen berechtigt? (operative Tätigkeit?)
Haben Sie die erforderliche Beteiligungsquote? (mindestens 17% Kapital + 34% Stimmrechte)
Wer wird die Geschäftsführung übernehmen? (für die nächsten 5 Jahre)
Ist Ihre Holding wirklich „animierend“? (falls zutreffend)
Schritt 2: Erstellen Sie das engagement collectif
Entweder durch einen Rechtsanwalt oder Notar wird eine schriftliche Vereinbarung erstellt, in der:
Die beteiligten Gesellschafter genannt sind
Die zu bindenden Anteile präzise aufgelistet sind
Die 2-jährige Bindungsdauer festgelegt ist
Die Verpflichtung zur Geschäftsführung erwähnt ist
Registrierung: Diese Vereinbarung muss bei der französischen Steuerverwaltung registriert werden (etwa 125 Euro Gebühr).
Schritt 3: Warten Sie die 2 Jahre ab
Das Engagement collectif beginnt mit der Registrierung oder mit dem Datum der Urkunde, wenn diese von einem Notar erstellt wurde. Während dieser Zeit:
Ändern Sie nichts an der Unternehmensstruktur ohne rechtliche Beratung
Dokumentieren Sie die Geschäftsführungstätigkeit
Halten Sie Ihre operative Tätigkeit aufrecht
Schritt 4: Führen Sie die Schenkung durch
Nach Ablauf (oder während) der 2 Jahre können Sie die Schenkung vornehmen. Hierfür ist in Frankreich ein Notar erforderlich (anders als beim Engagement collectif).
Der Notar:
Berechnet den Wert der Anteile
Wendet die 75% Dutreil-Befreiung an
Berechnet die verbleibende Schenkungsteuer
Meldet die Schenkung beim französischen Finanzamt
Schritt 5: Das engagement individuel beginnt automatisch
Die Beschenkten müssen in der Schenkungsurkunde (acte de donation) erklären, dass sie:
Die Anteile weitere 4 Jahre lang halten werden
Die Geschäftsführungspflicht einhalten
Schritt 6: Dokumentieren und durchgängige Erfüllung aller Bedinungen
Während der gesamten 6 Jahre:
Führen Sie regelmäßig Gesellschafterversammlungen durch
Dokumentieren Sie alle wichtigen Entscheidungen
Falls es eine Holding gibt: sammeln Sie Beweise für die Animation
Erstellen Sie jährliche Berichte über die Tätigkeit
Häufige Stolperfallen für deutsche Unternehmer
1. Unterschätzung der Anforderungen an einer „holding animatrice“
Problem: Viele deutsch-französische Strukturen haben eine französische Holding, die zunächst nur als Beteiligungsgesellschaft gedacht war. Bei der Nachfolge stellt sich heraus, dass sie keine ausreichende Animation nachweisen kann.
Lösung: Wenn Ihre Holding vom Dutreil-Pakt profitieren soll, beginnen Sie mindestens 2-3 Jahre vor der geplanten Nachfolge mit dem Aufbau der notwendigen Dokumentation:
Erstellen Sie eine „convention d’animation“ (Dienstleistungsvertrag)
Halten Sie regelmäßige Strategie-Meetings ab und protokollieren Sie diese
Lassen Sie die Holding echte Dienstleistungen erbringen (Controlling, Buchhaltung, IT, etc.)
Stellen Sie ggf. Personal bei der Holding an
2. Missverständnis über die Geschäftsführungspflicht
Problem: Deutsche Unternehmer denken manchmal, dass ein Sitz im Aufsichtsrat oder eine passive Gesellschafterrolle ausreicht.
Lösung: In Frankreich muss die Person eine aktive, operative Geschäftsführungsfunktion haben. Das bedeutet:
Gérant einer SARL
Président oder Directeur Général einer SAS
Oder eine vergleichbare Position mit echter Entscheidungsbefugnis
3. Vorzeitige Verkäufe oder Umstrukturierungen
Problem: Während der 6-jährigen Bindungsphase verkaufen Gesellschafter ihre Anteile oder der Konzern wird umstrukturiert, ohne die Auswirkungen auf den Dutreil-Pakt zu prüfen.
Lösung: Jede geplante Änderung sollte vorab mit einem auf französisches Steuerrecht spezialisierten Rechtsanwalt besprochen werden. Manche Geschäfte sind möglich, andere führen zum Verlust des Dutreil-Vorteils.
4. Fehlende Registrierung oder Dokumentation
Problem: Das Engagement collectif wird zwar erstellt, aber nicht beim französischen Finanzamt registriert; oder aber es werden keine Kopien aufbewahrt.
Lösung: Bewahren Sie alle Unterlagen sorgfältig auf:
Engagement collectif mit Registrierungsstempel
Notarielle Schenkungsurkunde
Nachweise zur Geschäftsführung
Bei Holdings: sämtliche Dokumentation in Bezug auf die Animation
5. Nicht-Beachtung der deutsch-französischen Besonderheiten
Problem: Grenzüberschreitende Sachverhalte (deutscher Wohnsitz, deutsche Erben, deutsch-französisches Doppelbesteuerungsabkommen) werden nicht berücksichtigt.
Lösung: Bei deutsch-französischen Konstellationen ist die Zusammenarbeit zwischen einem deutschen Steuerberater und einem französischen Rechtsanwalt bzw. Steuerberater unerlässlich. Das deutsch-französische Erbschaftsteuerabkommen (2006) regelt, welcher Staat das Besteuerungsrecht hat, aber der Dutreil-Pakt kann trotzdem Anwendung finden, wenn Frankreich zuständig ist.
Aktuelle Entwicklungen 2025/2026: Der Dutreil-Pakt unter Druck
Der Bericht des französischen Rechnungshofs (November 2025)
Im November 2025 hat der französische Rechnungshof (Cour des comptes) einen kritischen Bericht über den Dutreil-Pakt veröffentlicht. Die Kernaussagen:
Kosten für den Staat:
Der Dutreil-Pakt kostet den französischen Staat schätzungsweise 5,5 Milliarden Euro pro Jahr (2024)
Diese Summe wurde lange unterschätzt
Es handelt sich um einen der teuersten Steuerverzichte in Frankreich
Die Vorteile sind auf kleinen Kreis Begünstigter konzentriert:
1 % der Schenkenden in Frankreich profitiert von 65% dieser Steuerberfreiungen
Das bedeutet: Eine kleine Anzahl sehr vermögender Familien profitiert überproportional
Der Rechnungshof kritisiert, dass der Dutreil-Pakt damit zu einem Instrument der Vermögensoptimierung geworden ist.
Die wirtschaftliche Auswirkung des Paktes ist begrenzt : Familienunternehmen bleiben zwar nachweisbar erhalten, aber positive Effekte auf Investitionen, Beschäftigung oder Wachstum sind nicht eindeutig belegt.
Mögliche Reformen: Was könnte sich ändern?
Der politische Druck auf den Dutreil-Pakt wächst. über folgende Änderungen wird diskutiert:
1. Abschaffung des „engagement réputé acquis“ (ERA)
Das ERA ist eine Vereinfachung, die es unter bestimmten Bedingungen erlaubt, auf ein formelles Engagement collectif zu verzichten. Der Rechnungshof schlägt vor, diese Möglichkeit zu streichen, um den Dutreil-Pakt wieder strenger zu machen.
Für deutsche Unternehmer: Falls Sie aktuell auf das ERA setzen, sollten Sie vorsichtshalber doch ein förmliches engagement collectif erstellen.
2. Reduzierung des Befreiungssatzes
Statt 75% könnte die Befreiung auf 50% oder sogar weniger gesenkt werden. Alternativ könnte ein gestaffelter Satz eingeführt werden (z.B. 75% bis zu einem bestimmten Unternehmenswert und darüber hinaus weniger).
3. Verlängerung der verpflichtenden Haltedauer
Die 6-jährige Gesamtdauer könnte auf 8 oder 10 Jahre verlängert werden, oder es könnten Strafen für den Verkauf kurz nach Ablauf der Frist eingeführt werden.
4. Strengere Anforderungen an die Auslegung von „Betriebsvermögen“
Der Rechnungshof kritisiert, dass auch nicht operative Vermögenswerte (wie z. Bsp. überschüssige Liquidität, Immobilien-Vermietung, Finanzanlagen) von der Befreiung profitieren. Künftig könnten nur noch Betriebsmittel begünstigt sein, die auch direkt im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen.
5. Einschränkungen bei „Family Buy-Out“ Strukturen
Bei diesen Strukturen kauft ein Nachfolger die Anteile der anderen Geschwister durch Aufnahme eines Kredits auf. Der Rechnungshof möchte verhindern, dass auch die ausgezahlten Beträge an die nicht-übernehmenden Geschwister von der Dutreil-Befreiung profitieren.
Was sollten deutsche Unternehmer jetzt tun?
1. Handeln Sie, vor der Reformen
Wenn Sie ohnehin planen, Ihr französisches Unternehmen in den nächsten Jahren zu übertragen, könnte es sinnvoll sein, den Prozess zu beschleunigen. Einmal gewährte Dutreil-Vorteile können rückwirkend nicht entzogen werden (außer bei Verstoß gegen die Bedingungen).
2. Sichern Sie die Dokumentation ab
Bereiten Sie schon jetzt alle notwendigen Unterlagen vor:
Engagement collectif korrekt erstellt und registriert
Bei Holdings: Nachweis der Animation über mehrere Jahre
Organigramme, Verträge, Protokolle
3. Vermeiden Sie „Grauzonen“
Je mehr Ihr Dutreil-Pakt auf Ausnahmen, Toleranzen oder interpretativen Spielräumen beruht, desto anfälliger ist er für künftige Verschärfungen. Bleiben Sie im sicheren Kernbereich des Gesetzes.
4. Lassen Sie sich binational beraten
Die Schnittstelle zwischen deutschem und französischem Recht ist komplex. Eine Beratung, die beide Rechtsordnungen kennt, ist unverzichtbar – insbesondere wenn Sie in Deutschland wohnen, aber ein französisches Unternehmen besitzen.
Fazit: Der Dutreil-Pakt bleibt attraktiv, aber verlangt Vorbereitung
Der französische Dutreil-Pakt ist eines der großzügigsten Nachfolge-Steuerinstrumente in Europa. Für deutsche Unternehmer mit Beteiligungen in Frankreich bietet er die Chance, die Übertragung des Unternehmens an die nächste Generation mit einer Steuerersparnis von bis zu 75% zu gestalten.
Die Vorteile:
Massive Steuerersparnis (im Beispiel: über 730.000 €)
Relativ einfache Umsetzung, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind
Flexible Gestaltungsmöglichkeiten (auch bei Holdings)
Die Herausforderungen:
Strikte Einhaltung der 6-jährigen Haltedauer
Nachweis der operativen Tätigkeit und Geschäftsführung
Bei Holdings: aufwendige Dokumentation der Animation
Politisches Risiko: Der Dutreil-Pakt könnte reformiert werden
Unser Rat:
Wenn Sie als deutscher Unternehmer eine Gesellschaft in Frankreich besitzen und eine Nachfolge planen, sollten Sie sich frühzeitig (idealerweise 2-3 Jahre im Voraus) mit den Anforderungen des Dutreil-Pakts auseinandersetzen. Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einer erfolgreichen, steuergünstigen Übertragung und einer teuren Nachbesserung.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Planung Ihrer deutsch-französischen Unternehmensnachfolge?
Unsere Kanzlei Berton & Associés ist spezialisiert auf grenzüberschreitende Fälle zwischen Deutschland und Frankreich. Wir begleiten Sie von der ersten Analyse bis zur vollständigen Umsetzung des Dutreil-Pakts.
Kontaktieren Sie uns
Françoise Berton, französische Rechtsanwältin
Alle Urheberrechte vorbehalten
Mehr dazu: Ihre häufigsten Fragen
Kann ich als deutscher Staatsangehöriger den Dutreil-Pakt nutzen?
Ja, der Dutreil-Pakt ist nicht an die Staatsangehörigkeit gebunden. Entscheidend ist, dass: – Die übertragene Gesellschaft in Frankreich sitzt oder dort operative Tätigkeit ausübt – Die Schenkung oder Erbschaft in Frankreich steuerpflichtig ist – Alle Bedingungen des Dutreil-Pakts erfüllt sind Bei grenzüberschreitenden Fällen (z.B. deutscher Wohnsitz, französisches Unternehmen) ist das deutsch-französische Doppelbesteuerungsabkommen zu beachten.
Wie lange dauert der gesamte Prozess?
Die Gesamtdauer beträgt mindestens 6 Jahre: – 2 Jahre: engagement collectif (vor der Schenkung/Erbschaft) – 4 Jahre: engagement individuel (nach der Schenkung/Erbschaft) Die Geschäftsführungspflicht gilt insgesamt für 5 Jahre (während und nach der Schenkung).
Ist ein Notar zwingend erforderlich?
Für das Engagement collectif: Nein, ein privatschriftlicher Vertrag reicht, muss aber beim französischen Finanzamt registriert werden. Für die Schenkung selbst: Ja, in Frankreich muss eine Schenkung von Unternehmensanteilen notariell beurkundet werden.
Was passiert, wenn ich die Anteile vor Ablauf der 6 Jahre verkaufe?
In diesem Fall wird der Dutreil-Vorteil rückwirkend entzogen. Sie müssen die ursprünglich gesparte Steuer nachzahlen, zuzüglich Zinsen und möglicherweise Strafen. Ausnahmen gibt es nur in ganz speziellen Fällen (z.B. Verkauf an einen anderen Unterzeichner des Engagement collectif).
Kann ich den Dutreil-Pakt auch bei einer deutschen GmbH nutzen, die eine Niederlassung in Frankreich hat?
Das hängt vom Einzelfall ab. Der Dutreil-Pakt gilt grundsätzlich für: – Französische Gesellschaften (SARL, SAS, SA, etc.) – Ausländische Gesellschaften, wenn sie in Frankreich eine operative Tätigkeit ausüben Bei einer deutschen GmbH mit französischer Betriebsstätte müssten Sie prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. In der Praxis ist es oft einfacher, eine französische Tochtergesellschaft zu gründen.
Was ist der Unterschied zwischen “engagement collectif” und “engagement réputé acquis”?
Engagement collectif: Die klassische Variante. Zwei oder mehr Gesellschafter (oder ein Alleingesellschafter) erstellen eine förmliche schriftliche Vereinbarung über die 2-jährige Bindung. Engagement réputé acquis (ERA): Eine Vereinfachung. Unter bestimmten Bedingungen (z.B. wenn der Übergeber seit mindestens 2 Jahren allein 100% der Anteile hält und eine Geschäftsführungsfunktion ausübt) gilt das Engagement collectif als automatisch erfüllt, ohne dass eine förmliche Vereinbarung erstellt werden muss. Wichtig: Das ERA steht aktuell in der Kritik und könnte abgeschafft werden. Vorsichtige Berater empfehlen daher, auch in ERA-Fällen ein förmliches engagement collectif zu erstellen.
Wie weise ich nach, dass meine Holding “animierend” ist?
Die Beweislast liegt bei Ihnen. Sammeln Sie stets: – Strategische Dokumente: Protokolle von Verwaltungsrats- oder Gesellschafterversammlungen, in denen konzernnweite Entscheidungen getroffen werden – Dienstleistungsverträge: Verträge zwischen Holding und Tochtergesellschaften (z.B. für Buchhaltung, IT, HR) – Rechnungen: Belege für tatsächlich erbrachte und bezahlte Dienstleistungen – Personalnachweis: Arbeitsverträge bei der Holding, Organigramm – Externe Wahrnehmung: Wird die Holding in Geschäftsberichten als “Konzernmutter” dargestellt? Ziel ist ein “faisceau d’indices” (Bündel von Indizien), das überzeugt.
Kann ich den Dutreil-Pakt mit dem deutschen Erbschaftsteuerrecht kombinieren?
Ja, aber es ist komplex. In deutsch-französischen Fällen müssen Sie prüfen: 1. Welches Land hat das Besteuerungsrecht? (laut Doppelbesteuerungsabkommen) 2. Wenn beide Länder beteiligt sind: Wie werden die Vergünstigungen angerechnet? Beispiel: Deutsche Erben einer französischen Gesellschaft. Frankreich hat das Besteuerungsrecht für die Gesellschaftsanteile. Die deutschen Erben können den Dutreil-Pakt in Frankreich nutzen. In Deutschland müssen sie die französische Steuer anrechnen lassen. Die deutsche Betriebsvermögensverschonung greift hier nicht (da kein deutsches Betriebsvermögen). Fazit: Lassen Sie sich von Experten für beide Rechtsordnungen beraten.
Der Dutreil-Pakt in Frankreich: Steueroptimierte Unternehmensnachfolge (2025/2026) Das Wichtigste in 30 Sekunden Der Dutreil-Pakt (auf französisch: „Pacte Dutreil„) ist ein französisches Steuergesetz, das die Übertragung von Unternehmen erheblich erleichtert. Wenn Sie als deutscher Unternehmer eine Firma in Frankreich besitzen und diese an Ihre Kinder oder andere Familienangehörige weitergeben möchten, können Sie von dieser Regelung profitieren. Die wichtigsten Fakten: Steuerer-Ermäßigung: 75% Befreiung
Immer mehr Firmen, der Handel oder Dienstleister fordern von ihren Kunden die Verwendung einer App oder bieten solche Apps an. Das wirft natürlich Fragen zur Praktikabilität, aber auch zur Datensicherheit auf. Beispiel: App-Wahn im Handel Es dürfte den meisten Lesern … Weiterlesen →
Immer mehr Firmen, der Handel oder Dienstleister fordern von ihren Kunden die Verwendung einer App oder bieten solche Apps an. Das wirft natürlich Fragen zur Praktikabilität, aber auch zur Datensicherheit auf. Beispiel: App-Wahn im Handel Es dürfte den meisten Lesern … Weiterlesen → Quelle News Berita Teknologi Berita Olahraga Sports news sports Motivation football prediction technology Berita Technologi Berita Terkini
Derzeit bewegt ja die neue US-Sicherheitspolitik gegen Europa die Gemüter. Und politisch wird über das Thema digitale Souveränität nachgedacht. Kümmert die Staatsregierung in Bayern nicht. Diese will einen Milliarden-Auftrag an Microsoft vergeben und Microsoft 365 für die bayerischen Behörden lizenzieren. Dagegen regt sich massiv Kritik, zumal Bayern in Sozialleistungen spart. Gerade wurde in Bayern das Kinderstartgeld gestrichen.
In einer Meldung weist Harald Wehnes, Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises “Digitale Souveränität”, darauf hin, dass der Freistaat Bayern, trotz knapper Kassen, noch in 2025 die Vergabe eines Milliardenauftrags ohne Ausschreibung an Microsoft plant. Damit werde Bayern zur digitalen US-Kolonie: Geld und Daten fließen ab. Wer die Souveränität über seine Daten verliert, verliert die Grundlage seiner Existenz, ist die Aussage.
Ausgaben hier, Einsparungen da
Wehnes weist darauf hin, dass die Ersten, die jetzt bereits unter diesem Vorhaben leiden müssen, junge Familien sowie die jüngere Generation seien. Bayern hat wohl das Kinderstartgeld gestrichen, Einsparungen in weiteren Bereichen sollen sich abzeichnen. Der Schluss lautet: “Die unlimitierbaren Ausgaben an Microsoft müssen in anderen Bereichen kompensiert werden.” Inzwischen gibt es eine Petition gegen diese Streichung.
IT-Unternehmen in Bayern betroffen
Die Experten sehen die Existenz bayerischer IT-Unternehmen durch die einseitige Vergabe des Auftrags an Microsoft besonders betroffen. Als Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises “Digitale Souveränität” hat Harald Wehnes einen Brandbrief Offener Brief zum Irrweg der Zukunftskommission 5.0 an Herrn Ministerpräsident Dr. Söder sowie Finanzminister Füracker und Digitalminister Dr. Mehring versandt.
Darin heißt es, dass der Freistaat Bayern mit seinem geplanten Milliardenprojekt einen Sonderweg geht – und sich so gegen den bundes- und europaweiten Trend zu digitaler Souveränität stellt. Statt auf vertrauenswürdige und datenschutzkonforme Lösungen aus dem europäischen Wirtschaftsraum zu setzen, sollen künftig erneut Produkte US-amerikanischer Anbieter eingeführt werden. Deren Datenschutzpraxis steht seit Jahren in der Kritik und sie gelangen immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie ihre Versprechen zu Datenschutz, Souveränität und Unabhängigkeit nicht einhalten.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen nahezu eine Milliarde Euro an Lizenzkosten an ein US-Unternehmen fließen – Mittel, die der bayerischen Wirtschaft, insbesondere innovativen Softwareherstellern im Land, entzogen werden. Diese Entscheidung konterkariere die Ziele regionaler Wirtschaftsförderung und digitaler Eigenständigkeit, statt für einen Bruchteil dessen etwas selbst aufzubauen, heißt es. Wirtschaftsförderung und der Aufbau eigener Digitalkompetenz bleiben aus, so der Vorwurf. Über die Motivation lasse sich nur spekulieren. Die Frage, die aufgeworfen wird: Vertraut die bayerische Regierung der bayerischen Wirtschaft nicht?
Am 13. Dezember 2025, 11:00 Uhr, findet eine Demonstration am Messesee in München statt. Eine fachliche Stellungnahme des Fachbereich Sicherheit der Gesellschaft für Informatik e.V. findet sich hier.
Hier noch das Musterschreiben Betreff: Kinderstartgeld gestrichen, Milliardenauftrag für Microsoft – trotz neuer US-Sicherheitsstrategie? als Information an die Abgeordneten des bayerischen Landtags.
Derzeit bewegt ja die neue US-Sicherheitspolitik gegen Europa die Gemüter. Und politisch wird über das Thema digitale Souveränität nachgedacht. Kümmert die Staatsregierung in Bayern nicht. Diese will einen Milliarden-Auftrag an Microsoft vergeben und Microsoft 365 für die bayerischen Behörden lizenzieren. Dagegen regt sich massiv Kritik, zumal Bayern in Sozialleistungen spart. Gerade wurde in Bayern das Kinderstartgeld gestrichen. In einer Meldung
Anthropic, OpenAI, Block, Google, AWS, Microsoft und andere haben zum 9. Dezember 2025 die Agentic AI Foundation (AAIF) gegründet. Ziel ist es, unter der Linux Foundation Open-Source Lizenz Standard für KI-Agenten zu entwickeln. Antrophic hat sein Model Context Protocol (MCP) an die Stiftung übertragen.
Die Agentic AI Foundation (AAIF)
Die Agentic AI Foundation (AAIF) ist eine im Dezember 2025 gegründete Stiftung unter dem Dach der Linux Foundation. Sie soll sich der Förderung und Standardisierung von agentenbasierten Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) widmen.
Die Stiftung wurde von einem Konsortium führender Technologieunternehmen (darunter OpenAI, Anthropic und Block, Inc.) ins Leben gerufen. Diese haben auch die grundlegenden Technologien beisteuerten. Zu den Platin-Gründungsmitgliedern zählen zudem Amazon Web Services, Google und Microsoft, schreibt die Wikipedia.
Ihr Hauptziel ist es, ein offenes und interoperables Ökosystem für KI-Agenten zu schaffen. Damit soll der Gefahr einer Fragmentierung des Marktes durch proprietäre, inkompatible Systeme entgegengewirkt werden. Die AAIF bietet eine neutrale Plattform für die kollaborative und transparente Entwicklung von Standards und Infrastruktur, um Vendor-Lock-ins zu vermeiden und Zukunftssicherheit für KI-Investitionen zu schaffen.
Antrophic bringt Model Context Protocol (MCP) ein
KI-Anbieter Antrophic hat sein vor einem Jahr vorgestellte Model Context Protocol (MCP) an die Agentic AI Foundation übergeben, wie man hier mitteilt. Das Model Context Protocol (MCP) ist ein Open-Source-Standard für die Verbindung von KI-Anwendungen mit externen Systemen.
Mithilfe von MCP können KI-Anwendungen wie Claude oder ChatGPT eine Verbindung zu Datenquellen (z. B. lokalen Dateien, Datenbanken), Tools (z. B. Suchmaschinen, Taschenrechnern) und Workflows (z. B. speziellen Eingabeaufforderungen) herstellen, sodass sie auf wichtige Informationen zugreifen und Aufgaben ausführen können.
Agenten können auf Ihren Google Kalender und Notion zugreifen und fungieren so als personalisierter KI-Assistent.
Claude Code kann mithilfe eines Figma-Designs eine komplette Web-App generieren.
Unternehmens-Chatbots können sich mit mehreren Datenbanken innerhalb einer Organisation verbinden und ermöglichen es Benutzern so, Daten über den Chat zu analysieren.
KI-Modelle können 3D-Entwürfe in Blender erstellen und diese mit einem 3D-Drucker ausdrucken.
Man könnte sich das Ganze quasi als USB-C-Anschluss für KI-Anwendungen vorstellen. Mittlerweile gibt es laut Antrophic mehr als 10.000 aktive öffentliche MCP-Server, die alles von Entwicklertools bis hin zu Fortune-500-Implementierungen abdecken.
MCP wird von ChatGPT, Cursor, Gemini, Microsoft Copilot, Visual Studio Code und anderen beliebten KI-Produkten eingesetzt. Es gibt nun eine Infrastruktur auf Unternehmensniveau mit Bereitstellungsunterstützung für MCP von Anbietern wie AWS, Cloudflare, Google Cloud und Microsoft Azure.
Dieser Beitrag wurde unter AI abgelegt und mit AI verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Anthropic, OpenAI, Block, Google, AWS, Microsoft und andere haben zum 9. Dezember 2025 die Agentic AI Foundation (AAIF) gegründet. Ziel ist es, unter der Linux Foundation Open-Source Lizenz Standard für KI-Agenten zu entwickeln. Antrophic hat sein Model Context Protocol (MCP) an die Stiftung übertragen. Die Agentic AI Foundation (AAIF) Die Agentic AI Foundation (AAIF) ist eine im Dezember 2025 gegründete
Wie steht es eigentlich mit dem OpenSource-Umstieg in Schleswig-Holstein? Nun, gerade teilt die Staatskanzlei mit, dass bereits 80% der Arbeitsplätze in der Verwaltung auf LibreOffice umgestellt seien. Microsoft 365 bzw. Office fliegt raus und das Bundesland spart Millionen an Lizenzkosten.
Kleiner Blick zurück und auf die Welt
Es ist unglaublich, ich habe mal einen Blick in die Suche des Blogs geworfen und bin auf den Beitrag Schleswig-Holstein goes Open Source … aus dem Jahr 2018 gestoßen. Damals beschloss das Parlament in diesem Bundesland, dass man künftig mehr auf OpenSource setzen möge. Zur Erinnerung für die Youngster unter der Leserschaft: Im Süden der Republik, also in Bayern, hatte man im Städtchen München gerade beschlossen, das Projekt “LiMux” in die Rückabwicklung zu geben, um wieder mehr mit Microsoft zu machen.
Jetzt machen wir mal gedanklich einen Sprung ins Jahr 2025. Das Bundesheer Österreichs ist so gut wie fertig, auf LibreOffice umzusteigen, um Abhängigkeiten zu entgehen. Ich hatte kürzlich im Blog-Beitrag Österreich: Bundesheer geht Open Source (LibreOffice) darüber berichtet. Und am Jahresanfang berichtete ich im Beitrag LibreOffice 25.2 mit ODF 1.4 Support; Umstieg von 30.000 PCs in Schleswig-Holstein, dass das Bundesland Schleswig-Holstein dabei sei, 30.000 PCs in der Verwaltung zu LibreOffice zu migrieren.
Vom hohen Norden der Bundesrepublik geht es noch einen Sprung weiter, in den Süden, wo Bayern gerade einen Milliarden schweren Vertrag mit Microsoft abschließen will, um Microsoft 365 in bayerischen Behörden zu nutzen. Der Merkur berichtete unter anderem über diesen Deal. Wirft Fragen auf, aber Bayern bzw. München hat sich ja auch die Rückabwicklung von LiMux geleistet.
Und es gibt noch zwei Info-Splitter, die mir gerade durch den Kopf schießen. Gerade wurde bekannt, dass ab 1. Juli 2026 die Preise für Microsoft 365, dank KI und mehr Sicherheit, ein wenig angehoben werden (siehe Microsoft 365: Preise steigen 2026, KI seit Dank). Und die Tage habe ich bei The Register gelesen, dass Airbus Industries nach wie vor Probleme habe, sich komplett von Microsoft zu lösen. So als kleines Puzzleteil: Es war das Jahr 2018, als ich im Beitrag Airbus kickt Microsoft Office raus, wechselt zu Google G Suite vom Microsoft-Exit bei Airbus Industries berichtet. Wenn ich es richtig gesehen habe, hakt es beim Exit noch an Excel-Abhängigkeiten, Compliance-Anforderungen und Kompatibilitätsproblemen. Seit sieben Jahren zicken die mit digitalen Abhängigkeiten herum.
Wie sieht es in Schleswig-Holstein aus?
So am Jahresende könnte man dann nochmals schauen, wie die Umstellung auf LibreOffice in Schleswig-Holstein so läuft. Spontan fällt mit da das Bild aus Asterix ein: “Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien?” – und dann heißt es “Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.”
Was haben wir mit Vergnügen diesen Asterix gelesen. Aber nun wird es Ernst, kein Comic mehr, sondern mehre als Tausend Kilometer ostwärts, nach Teutonien, auch ganz hoch in den Norden. Ein kleines Bundesland trotzt Microsoft und wendet sich LibreOffice und OpenSource zu.
Zum 4. Dezember 2025 hat die Staatskanzlei von Schleswig-Holstein unter dem Titel Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich ein Status-Update zur Migration auf LibreOffice gegeben (ist hier aufgefallen). Das Bundesland geht konsequent den Weg zu einer digital souveränen Verwaltung. Dort gilt die Open-Source-Software LibreOffice als der verbindliche Standard für Büroanwendungen in den Ressorts und Behörden des Landes.
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter zieht am Jahresende Bilanz, und sagt: “Auf nahezu 80 Prozent aller Arbeitsplätze, außerhalb der Steuerverwaltung, wird über sämtliche Ressorts hinweg mit der Open Source Büro-Software LibreOffice gearbeitet. Hier wurden Microsoft Office und Outlook bereits deinstalliert oder es erfolgt aktuell die Deinstallation. Die Neu-Lizenzierungsrate liegt ohne Steuerverwaltung schon jetzt bei deutlich weniger als 10 Prozent“.
Heißt aber auch, dass 20 % der um die 30.000 Arbeitsplätze noch auf den Microsoft-Lösungen arbeiten. Etwa 20 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung seien aktuell in Teilbereichen weiter auf Microsoft Office, wie Word oder Excel, angewiesen, heißt es. Dies betreffe Bereiche, in denen Fachverfahren technische Abhängigkeiten bedingten. Aber für diese Arbeitsplätze seien Anpassungspfade für die kommenden Monate definiert worden, heißt es, was übrigens auch für die Steuerverwaltung gelte. Hier werde gemeinsam im Länderverbund die Integration einer Open-Source-Lösung in die bestehenden Fachverfahren vorangetrieben, um Microsoft Office abzulösen.
Netter Nebeneffekt: Schleswig-Holstein spart mehr als 15 Millionen Euro an Lizenzkosten, teilt die Staatskanzlei mit. Dem stünden im Jahr 2026 neun Millionen Euro an einmaligen Investitionen für die Migration und die Weiterentwicklung der Open-Source-Lösungen gegenüber. Schleswig-Holstein erreicht nach dem erfolgreichen Umzug von fast 44.000 E-Mail-Postfächern auf Open-Xchange als E-Mail-Lösung einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der Souveränitätsstrategie. Tja, was soll man bloß dazu sagen? Es geht doch, wenn man nur will, oder?
Ähnliche Artikel: LiMux und kein Ende; Galgenhumor bei der IT LiMux Rückabwicklung – Real Satire 4.0 LiMux-Nachlese Barcelona goes Linux; München will von LiMux zurück zu Windows … Schleswig-Holstein goes Open Source … Open Source bei Bund und Ländern: Ohne Bayern, Schleswig-Holstein wechselt zu LibreOffice Digitale IT-Souveränität: Schleswig-Holstein setzt auf LibreOffice LibreOffice 25.2 mit ODF 1.4 Support; Umstieg von 30.000 PCs in Schleswig-Holstein Österreich: Bundesheer geht Open Source (LibreOffice) Microsoft 365: Preise steigen 2026, KI seit Dank Hessischer Datenschützer: Office 365 kann DSGVO-konform eingesetzt werden Microsoft Office 2016/2019 End of Life; Weiter absichern oder Abschied von dem Zeug?
Wie steht es eigentlich mit dem OpenSource-Umstieg in Schleswig-Holstein? Nun, gerade teilt die Staatskanzlei mit, dass bereits 80% der Arbeitsplätze in der Verwaltung auf LibreOffice umgestellt seien. Microsoft 365 bzw. Office fliegt raus und das Bundesland spart Millionen an Lizenzkosten. Kleiner Blick zurück und auf die Welt Es ist unglaublich, ich habe mal einen Blick in die Suche des Blogs